Die Arbeitsgruppe G8 hat einen offenen Brief zur Veranstaltung „Klassenzimmer on tour“ an die Kultursministerin Prof. Dr. Marion Schick verfaßt.

Hier ist der Brief zum Download

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Auch nach 10 Jahren G8 an Baden-Württembergs Gymnasien kann man nicht behaupten, dass Eltern und Schüler sich mit diesem zeitintensiven Schulsystem angefreundet hätten – sie haben sich lediglich damit abgefunden! Die Probleme sind noch immer die gleichen: Stofffülle, Zeitknappheit, zu viele Schulstunden, wenig Muße für Freizeit und Hobbys und damit überlastete Schüler und Lehrer. Leider hapert es noch immer mit der Umsetzung der im Bildungsplan 2004 verankerten „Kompetenzvermittlung statt Stofffülle“, so dass wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen unserer Kinder und Jugendlichen nicht genügend gefördert und angeregt werden: Eigeninitiative, Kreativität, Teamfähigkeit, Selbständigkeit und die Fähigkeit, sich selbst Wissen zu beschaffen.
Auf der anderen Seite kann man auf der Seite des Kultusministeriums (https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/anmeldezahlen-der-44-modellschulen-g9-zeigen-hohe-resonanz/) nachlesen, wie gut die 44 Gymnasien mit G9-Zug landesweit angenommen und besucht werden: landesweit 90,2 % Anmeldungen für den G9-Zug, 9,8 % für den 8-jährigen Zug. Die Einzelquoten schwanken zwischen 70,3 % und 100 % mit einem Ausreißer von 47,7 % für G9 in einem Ulmer Gymnasium. Ich denke, diese Tatsache spricht für sich. In Pforzheim startete ein G9-Gymnasium im Schuljahr 2013/14 sogar mit neun 5. Klassen und erhielt dafür eine Sondergenehmigung.
In Stuttgart haben wir nun wenigstens 3 Standorte für G9, nämlich das Zeppelin-Gymnasium in Stuttgart-Ost, das Wilhelms-Gymnasium in Stuttgart-Degerloch und das Leibniz-Gymnasium in Stuttgart-Feuerbach. Die komplette Liste der Gymnasien mit G9-Zug findet sich unter dem oben genannten Link des Kultusministeriums.
Leider sehen wir momentan keine Möglichkeit, G9 noch weiter zu befördern, denn die Deckelung der G9-Gymnasien auf 44 Modellschulen durch die Landesregierung verhindert im Augenblick den weiteren Ausbau. Hier müssen wohl die Zeit und die Abstimmung der Eltern mit den Füßen, d.h. vermehrte Anmeldungen bei G9 wirken. Jedoch hat der bekannte Bildungsforscher Prof. Dr. Hurrelmann vor kurzem auf einer GEW-Veranstaltung zum Thema „Zukunft der Gymnasien“ prognostiziert, dass bei G8/G9 auf Dauer nicht gegen den Elternwillen gehandelt werden kann. Deshalb sollten die Eltern die Möglichkeiten nutzen, die ihnen zur Verfügung stehen, um ihren Kindern ein möglichst entspanntes und lern- und kompetenzförderndes Schulleben zu ermöglichen. Und das bedeutet:
mehr Zeit – weniger Druck, mehr Kompetenz – weniger Stoff, kein Bulimielernen – mehr Nachhaltigkeit, und damit mehr Freude an der Schule und am Lernen!

Gespräch vom 20.03.2009 der landesweiten Elterninitiative G8 mit dem Kultusministerium
Download des Gesprächsprotokolls

Download des Antrags "Herausforderungen des doppelten Abiturjahrgangs 2012 jetzt angehen!" der SPD Fraktion

Gesprächsprotokoll vom 13.11.2009
Download des Gesprächsprotokolls

Gesprächsprotokoll vom 30.11.2009
Download des Gesprächsprotokolls

Informationen für Elternbeiräte und Fragen zur Besprechung mit der Schulleitung


Zum Download
Modell zur Berechnung der Lehrerwochenstunden

Ein Telefonat mit dem Kultusministerium am 6.11.2008 hat folgende neue Informationen ergeben:

  1. Die Umstellung der Vergleichsarbeiten ist beschlossen.
  2. Der Termin der Umstellung ist ebenfalls klar, d.h. die jetzigen 6. und 8. Klassen müssen Anfang des kommenden Schuljahres als neue Siebt- und Neuntklässler Vergleichsarbeiten schreiben, und zwar unbenotet. Deshalb entfällt das Schreiben der Vergleichsarbeiten am Ende dieses Schuljahres und damit auch die Benotung, denn (Originaltext meiner Auskunftsquelle): "Es wäre ja Unsinn, die Kinder am Ende dieses Schuljahres Vergleichsarbeiten schreiben zu lassen und Anfang des kommenden gleich noch einmal."
  3. Bisher ist nur die Information darüber an die Gymnasien ergangen, aber noch kein fertiger Beschluss, denn um diesen herauszugeben, muss das Ganze erst durch 3 verschiedene Gremien, u.a. den LEB, und somit juristisch wasserdicht abgesegnet werden. Deshalb halten sich die Gymnasien bisher an die bestehende Rechtslage, und die schreibt die Vergleichsarbeiten für die Klassen 6, 8 und 10 und benotet vor. Das heißt, die Gymnasien können sich auf die bestehende Rechtslage berufen, bis die neue Verordnung rechtskräftig ist, das bedeutet jedoch nicht, dass die Neuregelung nicht kommen wird.
  4. Das Ganze ist lediglich eine Formsache, und die endgültige neue Vorgabe = der rechtskräftige Beschluss des Kultusministeriums für die Schulen (Klassen 7 und 9, unbenotet) wird rechtzeitig erfolgen, sprich bis Anfang 2009, so dass auf keinen Fall noch die alte Regelung greifen wird.